Ralf Wegner, 80: Für mich waren immer die Stimmen wichtig, nicht die Inszenierungen

Heute ist ein ganz besonderer Tag für unseren drittältesten Autor: Der Hamburger Jung Dr. Ralf Wegner wird – wie Peter Sommeregger vergangenen Montag – an diesem Donnerstag 80 Jahre alt. Ich wünsche Dir, lieber Ralf, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und allzeit achterlichen Wind. Feier ordentlich mit Deinen  Gästen – an Deiner Seite Dein Sonnenschein Graciela sowie 3 Töchter und 2 Enkelinnen – in Deiner Heimatstadt an der Elbe Auen und lass Dich von ihnen hochleben. Glück, Gesundheit, Gelassenheit und Geld mögen reichlich bei Dir sein. Als immer noch aktiver Arbeitsmediziner und Autor eines mehrbändigen architektonischen Hamburger Innenstadtführers* bist Du seit 2020 ein unermüdlicher Berichterstatter, ein Aktivposten bei klassik-begeistert: solide, sprachgewandt und kritisch. Vormachen kann Dir kaum jemand etwas, denn Du hast fast alle großen Häuser und alle großen Dirigenten, Orchester gehört und gesehen – so auch Birgit Nilsson (für Dich die Mega-Sängerin), Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Nicht nur über Opern schreibst Du trefflich, sondern ebenso fundiert über das Ballett. Fast niemand hat das Hamburg Ballett unter John Neumeier so nah und intensiv beobachtet wie Du und Deine Frau – 51 Jahre lang, von 1973 bis 2024! Und ich bin sicher, Du bekommst noch Deine 50.000 Kilometer mit dem Pkw durch den Westen der Vereinigten Staaten voll …

Lieber Ralf, Du lebest hoch, hoch, hoch!

Op Hamborger Platt: Hol di fuchtig un hol di stief!

Herzlichst,
Andreas Schmidt, Herausgeber

+++++

von Dr. Ralf Wegner,
geboren am 5. November 1946 in Hamburg

Für mich waren immer die Stimmen wichtig. Danach suchte ich die Opernabende aus. Die Inszenierungen spielten eigentlich nie eine Rolle.

„kb-Autor Dr. Ralf Wegner zu seinem 80. Geburtstag
klassik-begeistert.live, 5. November 2026“
weiterlesen

Frankophiles Forum Opéra goutiert 3 klassik-begeistert-Autoren und deren Tosca-Beiträge

Benjamin Bernheim als Cavaradossi nach einer TOSCA-Aufführung in der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Foto: forumopera.com

Das bedeutendste frankophile Opernmagazin, Forum Opéra, hat in einem Beitrag über den französischen Tenor Benjamin Bernheim in der Puccini-Oper TOSCA an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zwei Autoren und eine Autorin von klassik-begeistert ausgiebig gewürdigt und rezipiert. Es sind dies Ralf Krüger, Jean-Nico Schambourg und Kirsten  Liese. Sie hatten verschiedene Aufführungen der Jahrtausend-Oper besucht. Als Herausgeber danke ich meinen AutorInnen für ihre hervorragende Berichterstattung. AS

klassik-begeistert bringt eine Übersetzung des französischen Beitrags auf forumopera.com (Le magazine du monde lyrique).
„klassik-begeistert-TOSCA aus Berlin im forumopera.com
klassik-begeistert.live, 3. November 2026“
weiterlesen

Peter Sommeregger, 80: Klassik kann einen aus Kummer heben, in jedem Fall weitet sie das Spektrum der Gefühle

An diesem Montag ist Allerseelen und ein besonderer Tag für unseren zweitältesten Autor: Peter Sommeregger aus Berlin (er nannte sich manchmal selbstironisch „Seelchen“), aufgewachsen in Wien, wird 80 Jahre alt. Ich wünsche Dir, lieber Peter, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und allzeit achterlichen Wind. Feier heute schön in Deiner Wohnung in Berlin-Weißensee, und lass Dich von Deinen Gästen hochleben. Glück, Gesundheit, Gelassenheit und Geld mögen reichlich bei Dir sein. Du bist seit 2018 ein unermüdlicher Berichterstatter, ein Aktivposten bei klassik-begeistert: solide, sprachgewandt und kritisch. Vormachen kann Dir kaum jemand etwas, denn Du hast fast alle großen Häuser und alle großen Sänger, Dirigenten und Orchester gehört und gesehen – von Maria Callas und Herbert von Karajan bis zu Riccardo Muti und Anna Netrebko. Ausgebildet als Buchhändler hast Du zwei Bücher* veröffentlicht. Nicht nur über Opern und Konzerte schreibst Du für klassik-begeistert trefflich, sondern auch über bislang fast 300 Sommereggers Klassikwelten und unzählige CDs und DVDs.

Lieber Peter, Du lebest hoch, hoch, hoch!

Auf Plattdeutsch: Hol di fuchtig un hol di stief!

Herzlichst,
Andreas Schmidt, Herausgeber

+++++

Sind Notenschlüssel auch der Schlüssel für ein glückliches Leben?
Eine Selbstreflexion zum eigenen 80er

von Peter Sommeregger,
geboren am 2. November 1946 in Wien

Irgendwie war sie schon immer da, die Musik. Zuerst aus dem Radio, das mein Vater permanent laufen ließ, sobald er daheim war. Danach Musikunterricht in der Volksschule, der sich hauptsächlich auf das Singen einfacher Lieder beschränkte.

„kb-Autor Peter Sommeregger zu seinem 80. Geburtstag
klassik-begeistert.live, 2. November 2026“
weiterlesen

Wenn der Opernbass auf die elektrische Gitarre trifft

Fotos © Marc Rohde

 

KONZERT von Alexander Liver & Friends
Herceg Novi (Montenegro) / Hotel Maksim, 3. Oktober 2026

Herceg Novi, 3. Oktober 2026. Eigentlich sollte Alexander Liver an diesem Abend im Dvorana Park auftreten. Wenige Tage vor dem Konzert teilte das Kulturamt Herceg Novi über Instagram mit, dass die Veranstaltung ins Hotel Maksim nach Meljine verlegt worden war.

Wir sind um 19.40 Uhr dort und zunächst die einzigen Gäste. Im Raum wird noch geprobt. Gegen 20 Uhr erfahren wir, dass das Konzert erst um 20.30 Uhr beginnen soll. Bis dahin kommen noch etwa 16 weitere Besucher. Nach unserem Eindruck sind fast alle Russen.

„Alexander Liver & Friends
Herceg Novi (Montenegro) / Hotel Maksim, 3. Oktober 2026“
weiterlesen

Düsseldorf kapituliert: Bauliche Mängel zwingen den Opernbetrieb in die Knie

Opernhaus Düsseldorf © Jens Wegener


Die Deutsche Oper am Rhein teilt offiziell mit, dass sie den Spielbetrieb zur neuen Saison nicht aufnehmen kann. Grund dafür sind statische Mängel am Opernhaus Düsseldorf, die bei der turnusmäßigen Sicherheitsüberprüfung des Gebäudes festgestellt worden sind. Betroffen seien Teile der Trägerkonstruktion im vorderen Bereich des Bühnenturms, die größtenteils aus der Zeit der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg stammen. 

Die Landeshauptstadt teilt dazu mit:
„Eine Sicherheitsfreigabe zur Nutzung des Bühnenturms für den Probe- und Spielbetrieb wurde vom zuständigen Statikbüro nicht erteilt. Vorstellungsabsagen und -verschiebungen sind die Folge.“

von Daniel Janz

„Düsseldorf kapituliert
klassik-begeistert.live, 7. September 2026“
weiterlesen

Emilie Herzog: Die Frau, die man nicht behalten wollte

Bildmaterial: Nachlass Emilie Herzog, Sammlung R. Knöpfel.

Emilie Herzog sang vor Kaisern, Königen und Zaren und gehörte zu den ersten Sopranistinnen, die auf Schellack aufnahmen. Hundert Jahre später kannte sie niemand mehr. Die Geschichte einer Wiederentdeckung, die mit einer Platte im Brockenhaus begann.

von Stephan Lendi

Man kann sie hören. Das ist das Erste, was man wissen muss, und es verändert alles.

Auf einer Schellackplatte von 1905 steigt eine Stimme in die Gnadenarie aus Meyerbeers «Robert der Teufel», und was durch das Rauschen dringt, ist keine museale Kuriosität, sondern ein Sopran von einer Beweglichkeit, die man so nicht erwartet hat. Höhen ohne Anstrengung. Koloraturen, die klingen, als koste das nichts. Die Frau, die da singt, hiess Emilie Herzog, war königlich-preussische Kammersängerin, gehörte über zwanzig Jahre zum Ensemble der Berliner Hofoper – und war bis vor wenigen Jahren so gründlich vergessen, dass nicht einmal in ihrem Geburtsort jemand ihren Namen kannte. „Emilie Herzog, Sopranistin,
klassik-begeistert.live, 3. September 2026“
weiterlesen

Mehr als Rotlicht

My way 2022 / Frankfurt (Foto privat)

Zwischen der Oper Frankfurt, den kühlen Bankentürmen und der Taunusstraße liegen nur wenige Gehminuten. Hier prallen Welten aufeinander, die auch die großen Opern von Verdi oder Wagner bewegen. Ein persönlicher Blick auf ein Viertel voller Widersprüche, das weit mehr zu bieten hat als sein negatives Image – wenn man bereit ist, genauer hinzuschauen.

von Marc Rohde

Meine Geschichte mit dem Frankfurter Bahnhofsviertel begann im Herbst 2013. Damals fiel mir das Buch Im Frankfurter Bahnhofsviertel: 50 Highlights für Szenengänger von Ulrich Mattner in die Hände. Kurz darauf war ich zum ersten Mal im My Way in der Taunusstraße zu Gast. Seitdem kehrte ich immer wieder dorthin zurück.

„Begegnungen zwischen Oper, Banken und Bahnhofsviertel
klassik-begeistert.live 31. Juli 2026“
weiterlesen

„Die Zauberflöte“, mon amour: Eine Liebeserklärung an Mozarts Geniestreich

Foto: Michael Pöhn / Wiener Staatsoper

Oft belächelt, nie erreicht: Es hat einen Grund, warum die „Zauberflöte“ zur meistgespielten Oper der Welt zählt – und mit zu den besten zählt. Uraufgeführt 1791 und zu Recht auf den Spielplänen weltweit omnipräsent.

von Jürgen Pathy

Zeigt mir eine Oper, die so vieles auf einem Fleck vereint wie die „Zauberflöte“ – gibt es kaum. Mozarts Geniestreich in Kooperation mit Emanuel Schikaneder lässt vieles zu, schon in der Interpretation der Regie. Man kann sie als Märchen auf die Bühne bringen, als Kasperltheater und als Klamauk, was oft so passiert, oder aber als hochintellektuelle Deutung. Stichwort: Aufklärung, Erleuchtung. Das heißt: Sie ist für Fünfjährige genauso reizvoll wie für 80-Jährige.

„Warum Mozarts Zauberflöte so genial ist
klassik-begeistert.live, 1. März 2026“
weiterlesen

Between a Diagnosis of the Times and a Vision for the Future: Malte Schöning's AIDA

Malte Schöning, Foto: © Malte Schöning

 

In der Arena di Verona verhallen die letzten Töne von Verdis AIDA. Opernliebhaber drängen auf den Piazza Brá, um den Heimweg anzutreten und werden überrascht: Malte Schöning schafft einen spontanen Moment der Verbundenheit und spielt ein kurzes Konzert umsonst und für alle. Hunderte Menschen bleiben stehen, tanzen und singen mit, als er leidenschaftlich Con te partirò von Andrea Bocelli interpretiert und anschließend AIDA performt – seinen eigenen Song mit deutsch- englischem Text. Die Geschichte dahinter geht unter die Haut.

Provokant stellt er luxuriöse Kreuzfahrtträume im Mittelmeer dem existenziellen Kampf ums Überleben gegenüber. Privileg trifft Ohnmacht. AIDA ist kein ästhetischer Zufall, sondern ein bewusst gesetztes Kontrastbild. Schöning nutzt den Opernmythos nicht als Referenz, sondern als Reibungsfläche. Das Mittelmeer erscheint hier nicht als Postkartenmotiv, sondern als moralischer Bruchraum. Die erste Single des Hamburger Jung ist ein flammendes politisches Statement. „Report: Malte Schönings’ AIDA
klassik-begeistert.live, 15th of February 2026“
weiterlesen

klassik-begeistert wünscht allen Leserinnen, Lesern und den ReporterInnen „Friede auf Erden“

St. Michaelis, Hamburg © Andreas Schmidt

Liebe Leserinnen,
liebe Leser von klassik-begeistert,

das Jahr 2025 bescherte unserem wunderbaren Erdball viel Not, Leid und Schmerz.

Rund um den Globus leiden und sterben Menschen, weil Machthaber meinen, Kriege führen zu müssen. Es geht um Einfluss, Grenzen, Geld und Schätze in Mutter Erde. Diese Erde ächzt, sie weint, und wir steuern leider definitiv immer stärker und schneller einer Klimakatastrophe entgegen.

Wir vernichten die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. „Weihnachtswünsche von klassik-begeistert,
Heiligabend, 24. Dezember 2025“
weiterlesen