DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026

Dovlet Nurgeldiyev, Nino Machaidze und Kartal Karagedik (Foto: Ralf Wegner)

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DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026

Hamburg
Zwischen den Sätzen 1:  Bonnie & Clyde statt Macbeth?
Wie endet man, wenn man nicht an Hexen glaubt, aber voll auf Selbstermächtigung setzt? Wenn Sie Tobias Kratzer fragen: Nackt, verkrümmt um einen kahlen Ast geklammert, den Blick irr zur Seite gerichtet. Abgelichtet auf einem Plakat, das in Hamburg für die PREMIERE an diesem Samstag geworben hat. Und, wie ich hinzusetzen möchte: Darauf hoffend, dass einem endlich jemand einen schwarzen Balken über das Geschlechtsteil klebt. Zumindest im öffentlichen Raum, auf dem Programmheft war immer noch alles zu sehen.
Von Jörn Schmidt
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Tobias Kratzers neuer Macbeth überzeugt durch Empathie
Tobias Kratzer zeigt, warum die Lady dem Wahn verfällt, sie wird sichtbar von der Erkenntnis ihres mörderischen Tuns niedergedrückt. Macbeth versucht sie, während sie ihre Wahnsinnsarie singt, händeringend aus den Fängen des Todes zu befreien. Es gelingt ihm nicht, er ergibt sich seinem Schicksal.
Von Dr. Ralf Wegner
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DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Kansas City Symphony © Berliner Festspiele/Fabian Schellhorn

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DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Aus dem Midwest direkt nach Berlin (Bezahlartikel)
Die Kansas City Symphony beim Eröffnungswochenende des 75. Berliner Musikfests. Am Wochenende vom 28. bis 30. August startete zum 75. Mal das Berliner Musikfest. Rund einen Monat lang wird dem Publikum in der Hauptstadt wieder ein vielseitiges, internationales Programm, verteilt auf mehrere städtische Kulturinstitutionen, geboten. Vielseitig und international ging es bereits am Eröffnungswochenende in der Berliner Philharmonie zu, wo drei Orchester aus Finnland, Spanien und den USA in ganz unterschiedlicher Manier Werke aus der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen vortrugen.
NeueMusikzeitung/nmz.de

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Elsa Dreisig mit Florian Sempey als Graf © Wr. Staatsoper/Marcel Urlaub

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Fr., 11. September 2026: WIEN (Staatsoper): Francesco Cilèa, Adriana Lecouvreur
Vor einer halben Ewigkeit, nämlich am 22. Februar 2014, habe ich Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ kennengelernt und gleich auf meinem Opernfriedhof begraben – aber jetzt nach über zehn Jahren hat mich die Neugierde doch wieder übermannt, sodass ich einen Friedhofsbesuch unternommen habe. Und naja, diesmal habe ich einen etwas besseren Eindruck als 2014 gewonnen, denn manche Stellen (wie die lange Orchesterpassage am Ende des zweiten Aktes) geben etwas her. Nichtsdestoweniger ist das Stück nach wie vor eine 08/15-Verismo-Oper, die mich oft an Giordanos „Andrea Chénier“ erinnert, ohne aber dessen musikalischen Reichtum und zugespitzte Dramaturgie zu erreichen. Dass heute Marco Armiliato dirigierte, tat meinem Eindruck vom Werk bestimmt gut, denn Armiliato ist und bleibt der beste Mann für italienische Opern.
forumconbrio.com

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DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

Don Carlo, Stikhina © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub

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DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

7.9.26, „Don Carlo“, Staatsoper, „Willkommen im Kostüminstitut“
Eine Saison lang hat sie pausiert, jetzt ist sie wieder da: Die Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikovs Umdeutung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“ auf den Spielplan gesetzt. Programmatisch wurde am Freitag damit sogar die Saison eröffnet. Die zweite Vorstellung folgte am Montag – dieser sind die nachstehenden Anmerkungen gewidmet.
operinwien.at

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2026

Bruno de Sá © © Clemens Manser Photography

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2026

Bayreuth Baroque
Bruno de Sá ist schlicht ein Ereignis
Er nutzt seine Stimme ganz und gar wie ein Instrument, produziert bruchlose Glissandi, phrasiert noch die längsten Bögen gekonnt, singt makellose Koloraturen und Triller, platziert Staccati und Portati und wo nötig auch Vibrati perfekt, beweist seinen enormen Tonumfang bis auf olympische Spitzen: Bruno de Sá ist schlicht ein Ereignis.
Von Sandra Grohmann
klassik-begeistert.live

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 9. SEPTEMBER 2026

Max Emanuel Cenčić als Floridante, Gerrit Illenberger als Oronte und Yannis François als Coralbo © Clemens Manser Photography 

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 9. SEPTEMBER 2026

Bayreuth Baroque
Bayreuth Baroque: „Was ist das Leben, wenn es nicht frei ist?“
„Was ist das Leben, wenn es nicht frei ist?“ fragt die weibliche Hauptfigur Elmira, als sie sich gegen ihren tyrannischen und grausamen (vermeintlichen) Vater Oronte wendet, der sie heiraten will, und dem unfreien Leben den Tod vorzieht. Damit behält sie die Macht in den eigenen Händen, über ihr eigenes Leben wenn auch in den vom Tyrannen gesetzten Grenzen zu bestimmen, und setzt im Ergebnis letztlich der Gewaltherrschaft Orontes ein Ende. Aus der Ablehnung von Gewalt und Hass erwächst damit das Leben nicht nur für Elmira, sondern für alle, die mit ihr und für sie Unschuld und Treue beschützt haben. Am Abend der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt konnte es kaum ein passenderes Zeichen geben.
Von Sandra Grohmann
Klassik.begeistert.de

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 8. SEPTEMBER 2026

 

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 8. SEPTEMBER 2026

Berlin
Herzchen, Herzchen für die Saison 2026/27 an der Deutschen Oper Berlin
Das Programm der Deutschen Oper Berlin ist für die kommende Saison mit Herzchen nur so gespickt. Damit niemand übersieht, dass dem Spielplan das Motto „Make Love“ vorangestellt wurde. Zur Illustration des Spielzeitthemas nutzt man also einerseits, anders als in Hamburg, keinen sich an ein Bäumchen klammernden Nackten. Andererseits sind sowohl das Motto wie auch die Herzchen-Illustration für ein Opernhaus von, sagen wir, überschaubarer Originalität.
Von Sandra Grohmann
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DIE MONTAG-PRESSE – 7. SEPTEMBER 2026

Bayerische Staatsoper Nationaltheater © G. Schied

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DIE MONTAG-PRESSE – 7. SEPTEMBER 2026

München
Die neue Saison an der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts
Wagnerfreunde dürfen dicke Terminkreuze machen. Liebhaberinnen und Liebhaber des zeitgenössischen Musik- und Tanztheaters dürfen München nicht außer Acht lassen. Gespannt bin ich auf die Dirigate von Gemma New (Doctor Atomic) und Karina Canellakis (Werther).
Von Frank Heublein
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DIE SONNTAG-PRESSE – 6. SEPTEMBER 2026

Wolkenturm © Lisa Edi

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DIE SONNTAG-PRESSE – 6. SEPTEMBER 2026

Grafenegg
Grafeneggs Festival kommt im Jubiläumsjahr zu einem brillanten Ende
Abschlusskonzerte des Grafenegg Festivals 2026- Im 20. Jubiläumsjahr wartete das Festival am niederösterreichischen Wagram mit brillanten Ensembles und Solisten auf. Da demonstriert eine Debütantin mit 85 Jahren, was Klavierspiel tatsächlich bedeuten kann, da klettert ein Dirigent langsam und behutsam zur Weltspitze auf, da gastieren die Wiener Philharmoniker mit ihrem derzeitigen Lieblingsdirigenten und da spielt das Residenzorchester – die Niederösterreichischen Tonkünstler – mit einer der prominentesten Soprane.
Von Herbert Hiess
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 5. SEPTEMBER 2026

Bayreuth Baroque, Bruno de Sá © Bayreuth.media

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 5. SEPTEMBER 2026

Bayreuth
Sopranist Bruno de Sá: Der Mann mit der hohen Stimme
Wer ihn einmal gehört hat, staunt über die Höhe, die er mit seiner Stimme erreicht. Countertenor? Nein, Sopran! Bruno de Sás Karriere begann beim Festival Bayreuth Baroque als Einspringer – jetzt gehört er dort zu den Stars. Ein Porträt. „Ein Countertenor entwickelt das hohe Register, das Falsetto, aus der Tenor- oder Bariton-Stimme heraus, um dann wie ein Alt oder Mezzosopran zu klingen“, erklärt Bruno de Sá. Die Bandbreite im Countertenorfach sei sehr groß – und so würden die männlichen Sopranstimmen manchmal irrtümlicherweise hinzugerechnet. „Das ist aber nicht richtig. Ein männlicher Sopran ist ein Mann mit einer tatsächlichen Sopranstimme. Das heißt nicht, dass das besser oder schlechter ist, es ist einfach anders.“
BR-Klassik.de

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