DIE SONNTAG-PRESSE, 27. SEPTEMBER 2026

DIE SONNTAG-PRESSE, 27. SEPTEMBER 2026

Lisa Batiashvili Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Dalia Stasevska (c) Leoni Ridder

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SONNTAG-PRESSE, 27. SEPTEMBER 2026

Bonn/ Beethovenhalle
Lisa Batiashvili verzückt und verzaubert das Bonner Publikum
Die georgischstämmige Geigerin, Residenzkünstlerin des diesjährigen Beethovenfests, spielt mit Glut und Intensität Sibelius. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Daria Stasevska formidabel, wenn auch einige Tempi der Kategorie „Affenzahn“ die Präzision in Mendelssohns Vierter Sinfonie leiden lassen.
Von Brian Cooper
klassik-begeistert.live

International Opera Awards: Nominierungen von Bregenz bis Wien
Die Opernauszeichnungen werden am 21. November erstmals in Wien vergeben. Chancen haben die Volksoper, die Bregenzer Festspiele, Andreas Schager und Patricia Nolz. Am 21. November fungiert das Musiktheater an der Wien – aktueller Titelträger als „Opernhaus des Jahres“ – erstmals als Gastgeber der International Opera Awards. Die vom britischen Unternehmer Harry Hyman 2012 gegründete Auszeichnung gilt mittlerweile als eine der bedeutendsten der Opernwelt und würdigt die Leistung in zahlreichen Kategorien, wobei die Gewinner von einer Jury unter Leitung des Magazins „Opera“ gekürt werden. Mittlerweile stehen die Nominierten 2026 fest. So kann sich das Musiktheater an der Wien als Hausherr der heurigen Preise Hoffnungen in der Sparte Neuproduktionen machen, wo Intendant Stefan Herheim mit seiner Fledermaus mit von der Partie ist. Die Bluthochzeit der Oper Frankfurt, eine Frau ohne Schatten vom Festival d’Aix-en-Provence oder ein Prince Igor vom Staatstheater am Gärtnerplatz finden sich hier unter den zu Schlagenden. Die Volksoper Wien wiederum ist mit ihrer Killing Carmen des Duos Nils Strunk/Lukas Schrenk im Rennen als beste Musiktheaterproduktion, an dem auch eine Cage aux Folles des Théâtre du Châtelet oder ein El barberillo de Lavapiés des Theaters Basel vertreten ist. Hausherrin Lotte de Beer ist indes in der Sektion Regiekräfte vertreten und muss sich hier gegen Kollegen wie Romeo Castellucci, Tobias Kratzer oder Lydia Steier durchsetzen.
DerStandard.at.opera.awards

Wien/Staatsoper

Staatsoper: Schönklang und düstere Kraft für Verdis „Macbeth“ (Bezahlartikel)
Die finsteren Flügel flattern wieder in Barrie Koskys Inszenierung: ein hörenswerter Repertoireabend mit Anastasia Bartoli und Étienne Dupuis.
DiePresse.com.macbeth

Wien/ MusikTheater an der Wien
Cavallis „La Calisto“ begeistert als Fest für Auge und Ohr im MusikTheater an der Wien
Ein beglückender,  ja triumphaler Theaterabend! Francesco Cavallis La Calisto wird im MusikTheater an der Wien zum funkelnden barocken Juwel voll Witz, Sinnlichkeit und musikalischer Raffinesse. Die Inszenierung verbindet die mythologische Welt des Stücks mit einer wunderbar lebendigen Bühnenpräsenz und lässt Cavallis Musik in all ihren Farben leuchten.
Von Dr. Charles E.Ritterband
klassik-begeistert.live

„La Calisto“: Unsterblicher Stern
Cavallis aufreizendes Dramma per musica mit glanzvollen Musikern
https://www.orpheus-magazin.de/2026/09/24/wien-la-calisto/

Steirischer Herbst
Der Steirische Herbst fleht: „Bürgerliches Lager hilf!“ 
Bezahlartikel
Die Gründungsväter wären entsetzt über die diesjährige Eröffnung: Man veranstaltete eine billiges Politik-Wrestling-Kasperltheater
Kurier.at.kultur.steirischerherbst

Regensburg
Queere Ur-Oper: KRÓL ROGER in Regensburg
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8.35 Minuten=
deutschlandfunk.de.audio

Buch
Germinal Hilbert erlaubt tiefe Einblicke in das Management von Sängerkarriere
Einer der prominentesten Agenten, Germinal Hilbert, hat nun seine Erinnerungen an fünfzig Jahre Tätigkeit für Künstler und Opernhäuser in einem Buch rekapituliert, das sich wie ein who’s who der jüngeren Operngeschichte liest. Von Paris und der Münchner Maximilianstraße aus betreute seine Agentur in ihren besten Zeiten Weltstars wie Birgit Nilsson, Leonie Rysanek, Jessye Norman, Edita Gruberova, um nur einige zu nennen. Über den teilweise heiklen Umgang mit diesen Größen weiß Hilbert interessant zu plaudern, wobei er stets loyal und respektvoll bleibt. Man erfährt als Leser doch Einiges mehr über die prominenten Sänger, wobei Hilbert bestimmt nicht alles verrät, was er weiß.
Von Peter Sommeregger
klassik-begeistert.live

Interview
„Das meiste passiert innerhalb der Musik“ – Interview mit dem Tenor Benjamin Bruns
Der Tenor Benjamin Bruns (Jahrgang 1980) begann seine Laufbahn als Alt-Solist im Knabenchor Hannover, seiner Heimatstadt. Er absolvierte eine private Gesangsausbildung bei Peter Sefcik und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Renate Behle. Bruns sang zunächst lyrische Partien, wie Mozart-Rollen, und wechselte erfolgreich zu heldischen Partien wie Max (Der Freischütz), Florestan (Fidelio) oder Lohengrin. Der Sänger tritt weltweit an großen Häusern auf, darunter an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, der Metropolitan Opera in New York sowie bei den Bayreuther Festspielen. Benjamin Bruns ist ebenso als gefragter Oratorien- und Liedsänger in bedeutenden Konzertsälen aktiv und arbeitete mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern zusammen.
Das Gespräch führten Dr. Regina und Dr. Andreas Ströbl
klassik-begeistert.live

Wien/ Staatsoper
Kritik: „La clemenza di Tito“ ist besser, als es diese Produktion zulässt  Bezahlartikel
Die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart wurde an der Wiener Staatsoper wiederaufgenommen. Patricia Nolz widersetzt sich der Regie.
Kurier.at.mozart

Wien
Barenboim in Wien: Die Weisheit eines Dirigentenlebens (Bezahlartikel9
Als würde ein Musiker seine Lebensweisheiten in Tönen formulieren.
https://kurier.at/kultur/konzert-klassik-musikverein-daniel-barenboim/403193610

Wien/ Raimundtheater
„Die Schöne und das Biest“ in Wien: The Kitsch is back
Es gibt Tage, an denen hat man das seltene Bedürfnis nach einem Schluck klebriger Limonade oder ausnahmsweise das Verlangen nach dem Bissen in eine Zuckerwatte, die so süß ist, dass einem die Zähne schmerzen. Wenn man solch einen Tag hat, dann kann man auch in „Die Schöne und das Biest“ im Raimund Theater gehen. 30 Jahre nach der ersten Premiere haben die Vereinigten Bühnen Wien das Disney-Musical dorthin zurückgeholt. Und das Motto lautet weiterhin: Kitsch as Kitsch can.
SalzburgerNachrichten.at.Kultur

Wien/ Metropol
Lumpazvagabundus neu: „Die ideale Mischung“ im Wiener Metropol
Im Wiener Metropol trifft ab 1. Oktober Johann Nestroys berühmte Posse „Lumpazivagabundus“ auf die Operettenmelodien Carl Michael Ziehrers – eine neue Spielart, kreiert von Theaterprinzipal Peter Hofbauer.Seit 30 Jahren leitet Peter Hofbauer das Wiener Metropol im 17. Gemeindebezirk – das seit 150 Jahren das Vorstadtpublikum unterhält. Neuerdings mit einer vom Hausherren selbst kreierten Art des Musiktheaters: Nach „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ im Vorjahr verbindet Hofbauer erneut eine Nestroy-Posse mit einem Klassiker der Wiener Unterhaltungsmusik. Diesmal „Lumpazivagabundus“ mit Carl Michael Ziehrers Operettenmelodien: „Seine Musik schmiegt sich geradezu hinein“, erklärt Hofbauer im „Krone“-Gespräch, „,Lumpazi‘ ist Nestroys bodenständigstes Stück. In Verbindung mit der bodenständigen Musik des Carl Michael Ziehrer, ist eine nahezu ideale Mischung!“
https://www.krone.at/4309598

Graz
Der Steirische Herbst hat eröffnet: Ring frei für die Kunst beim Schnitzelwirt
Unter dem Motto „Red Flags“ legte sich das Avantgarde-Festival zum Start beim Wrestling mit der Politik an. Erreicht man so auch ein Publikum jenseits der Kunstblase? Die Kunst muss dieser Tage um Aufmerksamkeit ringen. Der Steirische Herbst nimmt das ganz wörtlich und hat seine Eröffnung am Karmeliterplatz heuer als Wrestlingkampf inszeniert: In der einen Ecke lauerte der „falsche Prophet“, der das Volk mit einfachen Antworten und hohlen Versprechen umgarnte. Gegen die „queere Künstlerin aus Salzburg“ setzte er sich durch, das wirtschaftsliberale „bürgerliche Lager“ zog er auf seine Seite, und gemeinsam ebneten sie den Weg in eine düstere, rückwärtsgewandte Zukunft.
DerStandard.at.schnitzelwirt

Taggenbrunn
Jonas Kaufmann erobert die Burg Taggenbrunn (Bezahlartikel)
Der Startenor sang erstmals auf Burg Taggenbrunn – und wurde umjubelt.
Kurier.at.taggenbrunn

München /Nationaltheater
„Semele“ Michael Spyres, Jakub Józef Orliński und Louise Alder ernten Jubelstürme
Drei Jahre nach der Festspielpremiere im Prinzregententheater zieht Semele ins angestammte Nationaltheater um. Mit großartigem Erfolg. Sängerisch überzeugend allen voran Louise Alder mit tollem Timbre. Das Orchester hält die Spannung aufrecht, ist dynamisch. Ein bisschen Komik, ein bisschen Rache, ein bisschen Action, natürlich viel Dramatik. Lohnt sich.
Von Frank Heublein
klassik-begeistert.live

Berlin
Elektronifizierte Kosmologie
Deutsche Oper Berlin:  Mittwoch aus Licht – Stockhausen zelebriert die Utopie der Liebe.
https://www.orpheus-magazin.de/2026/09/25/berlin-mittwoch-aus-licht/

„Mittwoch aus Licht” von Karlheinz Stockhausen: Eine neue Sprache für ein Weltparlament, oder: die Komik des Kosmischen
Industrial-Lärm, Glitch-Flackern und eine aus dem Club bekannte Trance, aber im Plüsch der Hochkultur: Aus diesem Widerspruch bezieht Karlheinz Stockhausens Oper Mittwoch aus Licht ihren dekadenten Reiz. Unser Autor Jan Joswig erklärt in seiner Rezension der Premiere in der Deutschen Oper in Berlin vom vergangenen Samstag, warum spirituelles Pathos und das Kamel, das sieben Bälle köttelt, nicht ohneeinander können wie der Hubschrauberlärm und „The End” von den Doors in Apocalypse Now.
https://groove.de/2026/09/25/mittwoch-aus-licht-von-karlheinz

Die Magie der Oboe: Das Konzerthausorchester Berlin spielt Strawinsky und Bartók (Bezahlartikel)
Osteuropäisch geprägt war der Freitagabend am Gendarmenmarkt: mit einem Dirigenten aus Budapest, einer Geigerin aus Moldau und Komponisten aus Russland und Ungarn.
Tagesspiegel.de.Kultur.oboe

Köln
Oper Köln: Zurück in der Mitte der Stadt
Die Kölner Oper wurde mit einem Festakt eröffnet – nun wird sich zeigen, ob das neue Programm angenommen wird. Und sich irgendwann der Effekt einstellt, den die Hamburger mit der Elbphilharmonie erlebt haben.
DieWelt.de.regionales.koeln

Osnabrück
Vom Stolperstein zum Menschen: „Peter van Pels“ in Osnabrück
Wie erzählt man die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Leben auf gerade einmal 18 Jahre begrenzt ist und dessen Name doch untrennbar mit Anne Frank verbunden bleibt? Das Theater Osnabrück findet gemeinsam mit dem Komponisten Anno Schreier und dem Librettisten Joscha Schaback eine überzeugende Antwort.
https://www.kulturfeder.de/rezension/peter-van-pels-osnabrueck-10017325.html

Kassel
Techmilliardär trifft Tradwives
Staatstheater Kassel: Der fliegende Holländer – Musikalischer Hochgenuss und eine mutige Neudeutung für Wagners Oper.
https://www.orpheus-magazin.de/2026/09/25/kassel-der-fliegende-hollaender/

New York
Quinn Kelsey brilliert im neuen Macbeth an der Metropolitan Opera
Die Metropolitan Opera eröffnete ihre 141. Spielzeit mit einer Neuinszenierung von Macbeth, Giuseppe Verdis Adaption von Shakespeares Meisterwerk über die Grenzen menschlichen Ehrgeizes. Für ihr Haus-Debüt hat die Regisseurin Louisa Proske, Mitbegründerin der Heartbeat Opera – einer in New York ansässigen Opernkompanie, die für ihre kühnen, innovativen Adaptionen klassischer Meisterwerke bekannt ist –, eine düstere, psychologisch geprägte, postapokalyptische Ödnis geschaffen.
bachtrack.com.de.review.macbeth

Tonträger
Ein Universum an Klangfarben: András Schiff spielt Brahms
Der PIanist András Schiff hat Klaviermusik von Johannes Brahms aufgenommen. Lauter kleine, kurze Stücke und alle herbstlich in der Anmutung. Das liegt vor allem daran, dass Brahms kein junger Hüpfer mehr war, als er sie geschrieben hat – mit einer Ausnahme.
BR-Klassik.de.andras.schiff

Links zu englischsprachigen Artikeln

Mailand
Thank you, Luchino Visconti: La Scala marks 50 years since the director’s death
Fifty years after his death, the Milanese director’s eight productions at La Scala – from Callas’s Traviata to the Ring he never lived to stage – are revisited at the Museo Teatrale.
https://www.gramilano.com/2026/09/grazie-luchino-visconti-la-scala/

Neapel
Mozart’s first major opera — now with cocaine and Succession-like intrigue (Subscription required)
Claus Guth’s ‘Mitridate, re di Ponto’ brings a striking staging and supple singing to Naples’ Teatro di San Carlo
https://www.ft.com/content/cf93cd96-c0d2-4b87-951c-3795f010b7c9

London
Interview: ‘I never choose the cautious option’:
Royal Opera’s Jakub Hrůša on collaboration, control and conducting Wagner
One year into the role, the Royal Opera’s music director is taking on the challenge of Parsifal, and, next season, the Ring Cycle. I’m here, and I am courageous says the conductor
TheGuardian.com.music.royal.opera

Oxford
Not quite the sum of its parts:
starry casting with Carmen Giannattasio, Saimir Pirgu & Bryn Terfel fails to lift Oxford International Opera’s debut with Puccini’s Tosca
https://www.planethugill.com/2026/09/not-quite-sum-of-its-parts-starry.html

REVIEW: ‚A brave, bold and viscerally unsettling evening of opera‘ Sir Bryn Terfel in Tosca at New Theatre Oxford
https://oxinabox.co.uk/review-a-brave-bold-and-viscerally-unsettling-evening

Firing blanks: Oxford International Opera’s aimless Tosca
bachtrack.com.de.oxford.tosca

Britain’s brand new opera company launches with a frustrating Tosca (Subscription required)
When touring opera has been shredded by cuts, it’s a shame that Oxford International’s opener with Bryn Terfel fell short
https://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/oxford-international-opera-tosca-review/

Cleveland
Cleveland Orchestra plays with radiant poise, then goes out on strike
seenandheard.international.com.cleveland

Boston
Nelsons leads BSO in posthumous Gubaidulina premiere, in-process Mahler
boston.classical.review.nelsons

San Francisco
BCNARTS: Review: San Francisco Opera Opens Season Late With Well-Sung Simon Boccanegra
sf.gate.com.simon

Auckland
The White Pearl: New Zealand Opera reframes Bizet’s Les Pêcheurs de Perles
bachtrack.com.de.pearlfisher

Obituary
Tenor William Lewis Passes Away at 94
https://operawire.com/obituary-tenor-william-lewis-passes-away-at-94/

Ballet / Dance

Birmingham
Review: In Birmingham Royal Ballet’s Swan Lake, a great ballet is trapped inside a good one
https://www.gramilano.com/2026/09/review-birmingham-royal-ballet-swan-lake-2/

BRB’s Swan Lake: a thoughtful interpretation of the classic ballet
bachtrack.com.de.swan.lake

Review: Rhythm Riot – Balanchine outshines two world premieres at English National Ballet
https://www.gramilano.com/2026/09/review-rhythm-riot-balanchine/

Sprechtheater/ TV

Schauspielerin Elke Winkens: „Sturm der Liebe“-Star: Ich wurde als Kind missbraucht
Mehr als vier Jahrzehnte lang hat Elke Winkens (56) vieles mit sich selbst ausgemacht. Jetzt spricht der deutsche TV-Star in der österreichischen „Krone“ über sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit, über Angst, Scham und über Situationen am Filmset, die sie bis heute beschäftigen.
bild.de.unterhaltung

Wissenschaft

Milchbar
Gernot Blümel und Matthias Strolz über KI: „Dann löscht’s uns aus“
Der eine war Finanzminister, der andere Neos-Chef. Beide haben die Politik verlassen und Bücher über das Menschsein im KI-Zeitalter geschrieben.
Kurier.at.kuenstliche.Intelligenz

Politik

Österreich
Zeiler will SPÖ retten: „Ich nehme keinen Cent!“
Wird SPÖ-Chef Andreas Babler von Österreichs erfolgreichstem Medienmanager abgelöst? Mit der „Krone“ spricht Gerhard Zeiler (71) über seine Kindheit in Wien-Ottakring, Zukunftsszenarien für die Sozialdemokratie und warum er keinen Cent für eine politische Funktion nehmen würde.
https://www.krone.at/4309611

Österreich
SPÖ vor Revolution. „Ich bin der Richtige“: Zeiler will Babler ablösen
Gerhard Zeiler (71) macht sein Angebot an die SPÖ jetzt in der „Krone“ offiziell: „Ich glaube, dass ich die richtige Person bin, um die Partei aus diesem historischen Tief herauszuführen.“
https://www.krone.at/4309140

Trotz Zeiler-Vorstoßes: Babler will SPÖ-Chef bleiben
SPÖ-Chef Andreas Babler denkt nicht daran, den Parteivorsitz zurückzulegen. Er habe vor sechs Monaten mit der Wiederwahl am Parteitag der SPÖ einen „klaren Auftrag“ bekommen, so der Vizekanzler am Samstag am Rande einer Veranstaltung. Sollte Medienmanager Gerhard Zeiler für den Posten als SPÖ-Chef kandidieren wollen, gebe es jedenfalls klare Regeln.
https://orf.at/stories/3443317/

Krone“-Kommentar
Kaum noch Gewissheiten in der SPÖ – außer einer
Worauf kann man sich überhaupt noch verlassen? Es sind viele Gewissheiten, die in den vergangenen Jahren verloren gingen. Wer hätte denn gedacht, dass einer wie Donald Trump einmal die Welt beinahe aus den Angeln heben könnte? Oder dass Russland wieder Europa bedrohen könnte? Dass die (sehr) Rechten gute Chancen haben, bald auch Frankreich, Deutschland und Österreich zu regieren? Und wer hätte hierzulande gedacht, dass eine jahrzehntelang so staatstragende, wichtige Partei wie die SPÖ, die sich mit der ÖVP ewig ein Duell um Platz 1 lieferte, auf Rang 3 zurückfallen könnte?
https://www.krone.at/4296572

Religion

Oberösterreich
Schul-Kontrolle deckt auf: Klasse ohne Kreuz – nun wird in Österreich kontrolliert
In zahlreichen Klassenräumen hängen keine Kreuze. Ein Politiker fordert Eltern jetzt auf, selbst nachzusehen und fehlende Symbole zu melden. Eine Überprüfung in Oberösterreich sorgt für neue Diskussionen über Kreuze in Klassenzimmern. In Wels wurden insgesamt 238 Klassenräume kontrolliert. Das Ergebnis: In 117 davon fehlte ein Kreuz. Nun wird auch in Linz genauer hingesehen. Der Linzer FPÖ-Stadtrat Michael Raml fordert Eltern auf, selbst auf die Ausstattung der Klassenräume zu achten und fehlende Kreuze zu melden.
Heute.at.Klasseohnekreuz

Kulinarik

Essbare Landschaften: Wie Kulinarik zum Reiseziel wird
Piemont im November, es ist ziemlich frisch und die an und für sich hübsche Hügellandschaft rund um das Städtchen Alba ist bei dichtem Nebel nicht einmal zu erahnen. Ja, es gibt einen gotischen Dom an der Piazza Risorgimento und der internationale Süßwarenkonzern Ferrero hat in Alba seinen Sitz. Was jetzt aber noch nicht erklären würde, warum von Oktober bis Dezember hier und im Umkreis von zehn Kilometern jedes Zimmer ausgebucht ist, die etwas besseren Zimmer sogar über Jahre hinaus.
News.at.kulinarik

Sport

Autorennsport/Formel 1in Baku
Russell jubelt in Baku, Doppel-Podium für Red Bull
George Russell hat seine Ambitionen in der Formel-1-WM mit einem Start-Ziel-Sieg beim Großen Preis von Aserbaidschan wieder aufflammen lassen. Der Mercedes-Pilot triumphierte am Samstag in Baku knapp vor Max Verstappen und dessen Red-Bull-Teamkollegen Isack Hadjar.
https://www.krone.at/4309210

Aufregung nach Crash: Norris wütet: „Er hat in der F1 nichts zu suchen!“
Lando Norris ist nach dem heftigen Unfall mit Franco Colapinto in Baku stinksauer und fordert sogar eine Rennsperre für den Argentinier. Der Weltmeister machte deutlich, dass ein solcher Fahrstil für ihn „in der Formel 1 nichts zu suchen“ hat.
https://www.krone.at/4310820

Fußball
ÖFB-Kapitän Gregoritsch für Kosovo-Match fraglich
Der 32-jährige Stürmer stand wegen seiner Sprunggelenksverletzung am Samstag nicht auf dem Trainingsplatz, sondern absolvierte am ÖFB-Campus in Wien-Aspern ein individuelles Programm. Sein Einsatz in der Partie am Sonntag (18.00 Uhr im sportkrone.at-Liveticker) im Ernst-Happel-Stadion ist damit weiterhin fraglich.
https://www.krone.at/4310412
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Unter’m Strich

Österreich
Warum die Erben von Herbert Turnauer mit einer Privatklinik streiten

Die Tochter des Industriellen Herbert Turnauer ist 2025 gestorben. Jetzt sorgen die Abrechnungsmodalitäten der Wiener Privatklinik, in der sie behandelt wurde, für einen Rechtsstreit.
DiePresse.com.turnauer

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 27. SEPTEMBER 2026)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 27. SEPTEMBER 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Linz: „DIVINE MATTER“ – Uraufführung/Premiere im Musiktheater des Landestheaters Linz, Großer Saal, 26. 09.2026

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Worship gehend. Mischa Alexander Hall. Foto: Philip Brunnader

Ein Doppeltanzabend mit den Stücken WORSHIP (Uraufführung) von Drew Jacoby (Musik aus mehreren Quellen, arrangiert von Crystn Hunt Akron), und AUTO CANNIBAL (europ. EA) von Stephanie Lake mit der Komposition von Robin Fox

Mit der Premiere … im Großen Saal des Musiktheaters Linz eröffnet TANZ LINZ die Spielzeit 2026/2027 mit einem besonderen Tanzabend: Divine Matter vereint in einer Double Bill zwei choreografische Positionen international renommierter Künstlerinnen. Die Uraufführung Worship von Drew Jacoby trifft auf die Europäische Erstaufführung von Auto Cannibal von Stephanie Lake. Gemeinsam kreisen beide Werke um Fragen von Transformation, Hingabe und der zyklischen Natur von Schöpfung. So die Programminformation des Landestheaters; weiterführend der Text des Landestheater-blogs zum Stück (https://www.landestheaterlinz-blog.at/divine-mattter/) (sic!): Im Zentrum steht das Konzept des „Divine Feminine“ – als Annäherung an die menschliche Sehnsucht nach Sinn, Bedeutung und Verbindung. … Jacoby vermeidet bewußt eine eindeutige Lesart ihrer Arbeiten. „Ich sage nie gerne, worum meine Arbeiten gehen“, erklärt sie.

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Worship. Foto: Philip Brunnader

Also, wir können nicht sagen, daß wir aus dem Bühnengeschehen des ca. 50-minütigen Stückes eine eindeutige Botschaft, Handlung, Philosophie… hätten ableiten können – insoferne sind wir eines Sinnes mit der Autorin des Stückes. ABER das Zusammenwirken von Bühnengestaltung, die auf starke, emotionelle Farbakzente und Traumbilder setzt und archaische Symbole wie Moai-artige Büsten nutzt, absolut suggestiver und manchmal hypnotisierender Musikgestaltung und schließlich atemberaubend präzise koordinierter, emotionsgeladener Körperlichkeit der Tänzerinnen und Tänzer in Kostümen mit animalischen Anklängen ergab ein atemberaubendes, mesmerisierendes Ereignis. Frau Jacoby legt Wert darauf, daß die Mitglieder der Kompagnie ihre Individualität und Fähigkeiten in das Konzept einbringen – und das merkt man auch am Endergebnis: trotz aller Anstrengung und teils akrobatischer Leistungen strahlt das Ensemble einfach Bewegungslust und Freude am Schauspiel aus, und das Publikum wird davon gefangen genommen. Die Linzerin Crystn Hunt Akron (eig. Christine Hinterkörner) hat aus Material von Jon Hopkins (*1979), Hildegard von Bingen (1089 – 1179), aus Taizé (Jaques Berthier, 1923 – 1994), von Björk (*1965) und Matthew Herbert (*1972) mit eigenen elektronischen Kompositionen einen aufwühlenden und gleichzeitig einnehmenden, zu einer perfekten Einheit synthetisierten Klangteppich gemischt…

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber

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Berlin/ Staatsoper Unter den Linden. Die nächsten Termine

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­Gestern hob sich der Vorhang für die erste Premiere der Saison: Mit La Vestale kommt Gaspare Spontinis Oper in einer Neuinszenierung von Lydia Steier auf die Bühne. Sonya Yoncheva feierte als Julia ihr Rollendebüt.

zu La Vestale haben wir eine Playlist für Sie zusammengestellt, die in den kommenden Wochen um weitere musikalische Entdeckungen und Einblicke über die Produktion wachsen wird. Bis zum 9. Oktober können Sie weitere Vorstellungen dieser Oper erleben.
Zur La Vestale Playlist

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Auch im Oktober gibt es einiges zu entdecken: Am 5. Oktober ist Bariton Ludovic Tézier beim ersten Liederabend der Saison zu Gast. Lassen Sie sich auf die intime Atmosphäre des Liederabends ein, in dessen Zentrum Ludovic Téziers Stimme steht. Das Programm umfasst Robert Schumanns Dichterliebe, Richard Wagners Wesendonck-Lieder, Jacques Iberts Quatre chansons de Don Quichotte sowie Felix Mendelssohn Bartholdys Zwei Lieder ohne Worte für Klavier.

Darüber hinaus lädt Dussmann – Das KulturKaufhaus am 11. Oktober bereits zum 20. Mal zu „Ein Sonntag für die Staatsoper“ ein. Im Mittelpunkt steht im Jubiläumsjahr das Kinderopernhaus Berlin. Freuen Sie sich auf musikalische Beiträge verschiedener Ensembles der Staatsoper, Gesprächsrunden und Einblicke in die Arbeit. Ein besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde und Förderer, ohne dessen Unterstützung dieser Tag nicht möglich wäre.

Wer nicht dabei sein kann oder das Kinderopernhaus darüber hinaus unterstützen möchte, kann mit einer Spende dazu beitragen.
Spende für das Kinderopernhaus

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Wien Raimundtheater: Leichte Kost aus den USA: Die Schöne und das Biest

WIEN/Raimundtheater: „Die Schöne und das Biest“ – leichte Kost aus den USA (25.9.2026)

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Foto: Deen van Meer

„Die Schöne und das Biest“, eine Erfolgsproduktion der The Walt Disney Company, wird diese Saison nun wieder im Raimundtheater vermarktet. 1994 hatte dieses Musical mit Musik von Alan Menken in Anlehnung an das Disney-Filmmärchen am Broadway Premiere, und bereits im folgenden Jahr ist das Stück im Raimundtheater in einer durchaus berührenden Aufführung zu sehen gewesen. Nun, hier ist der erneute Versuch mit diesem ‚Das bezauberndste Musical aller Zeiten‘ – so der Werbeslogan der Bühnen der Stadt Wien. Muss man ja nicht glauben. Eine etwas veränderte Fassung mit allem Drum und Dran ist nun in den USA bei der Disney Theatrical Group eingekauft worden … und der Zuspruch des Wiener Musical-Folk ist am Premierenabend gegeben gewesen.

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Dominik Hees. Foto: Deen van Meer

Die schöne Belle findet ihre Liebe zu dem verwunschenen Biest, erlöst ihn durch die Hingabe. Dies führt im zweiten Teil zu stärkeren Momenten. Recht munter geht es jedenfalls im dunklen Schloss des Biests mit seiner skurril blödelnden Gefolgschaft zu. Spielerische schon sehr fein einstudiert posieren und tänzeln die grotesken Figuren Lumière, Madame Pottine oder der Herr von Unruh und alle anderen durch die sich effektvoll rasch verändernde Szenerie. Matt West, auch in Wien für Regie und Choreographie verantwortlich, verfügt über ein richtiges Showgefühl. Alan Menkens Musik (hier jetzt auch mit anderem Tanzsound aufgepeppt) zählt nicht zur Extraklasse, vermittelt aber immer gefällige Stimmungen. Marlene Jubelius als hingebungsvolle Belle und Dominik Hees als anfänglich höchst grimmig polterndes, dann um Liebe bemühtes Biest, sind wohl keine Schönsinger, vermögen aber mit ihrer Darstellung zu überzeugen. Dirigent Herbert Pichler lenkt dezent das musikalische Geschehen.

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Marlene Jubelius, Dominik Hees. Foto: Deen van Meer

Eine Show mit schönen Bilder, vielen Verwandlungen und so manch flottem Tänzchen. Leichte Kost und so einiges Geplapper wird mit spielerischer Perfektion serviert. Dieses Disney-Produkt ist als lockere Bühnenshow, gewiss nicht als Märchen für Kinder gedacht. In ihrem kulturellen Image ist Stadt Wien zur Zeit in erster Linie auf Marketing ausgerichtet.

Meinhard Rüdenauer
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Oper Frankfurt: Vorschau auf die Premiere „OTTONE“ von G.F.Händel (11. Oktober 2026)

OPER FRANKFURT: Premiere OTTONE
Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Text von Nicola Francesco Haym nach Stefano Benedetto Pallavicini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Regisseurin Jetske Mijnssen. Foto: Keke Keukelaar

Musikalische Leitung: Václav Luks
Inszenierung: Jetske Mijnssen
Bühnenbild, Kostüme: Ben Baur
Choreografie: Dustin Klein
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Mareike Wink

Ottone: Yuriy Mynenko
Teofane: Monika Buczkowska-Ward
Gismonda: Paula Murrihy
Adelberto: Iurii Iushkevich
Matilda: Cecelia Hall
Emireno: Jonas Müller
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Georg Friedrich Händels (1685–1759) Oper Ottone zählt zu den Meilensteinen des Barocktheaters. Das Werk, das im Januar 1723 in London uraufgeführt wurde, entstand in einer Phase, in der Händel als musikalischer Leiter der frisch gegründeten Royal Academy of Music den Starkult an der Themse auf ein neues Niveau hob.
Auf seinen Casting-Reisen verpflichtete Händel die begabtesten Sänger Europas. In Ottone entfaltet der Komponist ein psychologisch dichtes Beziehungsgeflecht, das auf einer historischen Eheschließung des Jahres 972 n. Chr. basiert. Aus dem weltgeschichtlichen Stoff schufen die Librettisten ein fiktives, hochdramatisches Verwechslungsspiel. Händels Partitur besticht durch eine Ansammlung aus eleganten, innigen Arien, deren Melodien im Kopf bleiben. Bis heute gilt das Werk als einer der größten Kassenschlager des Komponisten, der zu seinen Lebzeiten nur noch von Rinaldo an Wiederaufführungen übertroffen wurde.

Zum Inhalt: Ottone soll die junge Teofane heiraten und mit ihr seine Überlegenheit gegenüber Adelberto besiegeln. Doch man hat die Rechnung ohne die ehrgeizige Gismonda gemacht. Sie intrigiert im Hintergrund, um ihren Sohn Adelberto in Position zu bringen. Da Ottone und Teofane sich noch nie gesehen haben, ist es ein Leichtes, dass Adelberto sich als Teofanes gerade abwesender Bräutigam Ottone ausgibt. Doch der Schwindel fliegt bald auf…

Dirigent Václav Luks, ein wahrer Experte für Alte Musik, kehrt nach einer erfolgreichen Premierenserie von Amor vien dal destino zurück nach Frankfurt. 2005 gründete er das Prager Barockorchester Collegium 1704 und das Vokalensemble Collegium Vocale 1704. Die Ensembles treten unter seiner Leitung bei renommierten Festivals und in namhaften europäischen Konzertsälen auf. 2022 wurde Václav Luks für seine kulturellen Leistungen der französische Ordre des Arts et des Lettres verliehen. Regisseurin Jetske Mijnssen debütiert mit ihrer Lesart von Händels Ottone an der Oper Frankfurt. In der vergangenen Spielzeit inszenierte sie unter anderem Ariodante am Royal Opera House Covent Garden in London, Dialogues des Carmélites an der Semperoper in Dresden und Simone Boccanegra an De Nationale Opera in Amsterdam. Weitere Arbeiten führten sie bereits zum Festival in Aix-en-Provence und nach Glyndebourne. Yuriy Mynenko, der in der vergangenen Spielzeit als Cesare überzeugte, verkörpert die Titelpartie des Ottone. Die Rolle der Teofane singt Monika Buczkowska-Ward, die noch im Juni die Partie der Bellezza in Händels Der Triumph von Zeit und Erkenntnis gestaltete. Paula Murrihy (Gismonda) und Iurii Iushkevich (Adelberto) kehren als Gäste an die Oper Frankfurt zurück. Murrihy, bis 2017 Mitglied des Ensembles, sang am Haus bereits verschiedene Partien wie Dido in Purcell’s Dido and Aeneas, Octavian in Strauss’ Der Rosenkavalier, und zuletzt Dejanira in Händels Hercules. Iushkevich gastiert regelmäßig auf den großen Bühnen in Europa. Dass sein Repertoire von Barock bis hin zu modernen Opern reicht, wird er abermals unter Beweis stellen. In der vergangenen Spielzeit brachten ihm die Partien 1st Angel / The Boy in Written on Skin große Anerkennung ein. Cecelia Hall verkörpert die Partie der Matilda, Jonas Müller komplettiert als Emireno die Besetzungsliste der ersten von drei Händel-Opern der Spielzeit 2026/27 in Frankfurt.

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Paula Murrihy. Foto: Barbara Aumüller

Premiere: Sonntag, 11. Oktober 2026, um 18 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 18. (18 Uhr), 24. Oktober, 1. (15.30 Uhr), 7., 12., 15. (18 Uhr), 21. November 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.

Preise: € 16 bis 198 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im
Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
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 Usedomer Musikfestival: Ein Klang, ein Star und ein Saal für den sich jede Anreise lohnt

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 Sa 03.10., 20 Uhr, Kraftwerk des Museums Peenemünde · Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Andris Poga · Solist ist Artist in Residence Martin Fröst mit dem Werk, das sein Leben entscheidend prägte · Bus-Shuttle und Fähranreise buchbar · Zuvor: Liegekonzert (30.09.), Christina Nilsson (01.10.) und die Geschwister Pellbäck(02.10.)

Seebad Heringsdorf, 23. September 2026 – Stahl, Beton, Geschichte – und dann dieser Klang. Das Kraftwerk des Museums Peenemünde ist einer der außergewöhnlichsten Konzertorte Europas, und am Samstag, 3. Oktober, wird es zum leuchtenden Höhepunkt des 33. Usedomer Musikfestivals: Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt unter der Leitung von Andris Poga das Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit. Es ist nach der ausverkauften Eröffnung des Usedomer Musikfestivals am 19. September das zweite und letzte Mal in diesem Jahr, dass die Turbinenhalle im Schwedenjahr des Musikfestivals zum Konzertsaal wird. Karten sind erhältlich.

„Wer in dieser Halle einmal gesessen hat, weiß, warum wir jedes Jahr zurückkehren“, sagt Festivalintendant Thomas Hummel. „Kaum ein Ort verbindet uns sosehr mit unserer Vergangheit und der Verantwortung für die Zukunft – und mit Martin Fröst, Andris Poga und dem NDR Elbphilharmonie Orchester feiern wir hier auch die Deutsche Einheit.“

Mozart entschied alles
Im Mittelpunkt steht der Schwede Martin Fröst, einer der bedeutendsten Klarinettisten der Welt und Artist in Residence des Festivals – ein Ausnahmemusiker, der die Grenzen seines Fachs immer wieder sprengt: Er dirigiert, er tanzt, er tritt sogar maskiert auf und sein Repertoire reicht vom gregorianischen Choral bis in die Gegenwart.

In Peenemünde aber kehrt er zu dem Werk zurück, mit dem seine beispiellose Karriere begann. Mit neun Jahren hörte er im nordschwedischen Sollefteå eine Aufnahme von Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 – und legte die Geige für immer beiseite, um Klarinettist zu werden. Damals wusste der Junge noch nicht, dass dieses Werk im Hollywoodklassiker „Out of Africa“ zum Welthit werden sollte. Mit 17 spielte er damit sein erstes Solokonzert. Wer erleben will, wie ein Weltstar sein Herzensstück am geschichtsträchtigsten Ort Mecklenburg-Vorpommerns zum Klingen bringt, hat an diesem Abend die Gelegenheit dazu.

Mittsommer und dann das Schicksal
Dazu eine schwedische Sommeridylle zum Mitpfeifen: Hugo Alfvéns „Midsommarvaka“, die Schwedische Rhapsodie Nr. 1, in ihrer Heimat so populär wie der Donauwalzer in Österreich. Und zum Finale Tschaikowskys Fünfte, in der das Schicksalsmotiv nach vier Sätzen ins strahlende E-Dur umschlägt – Musik, die in dieser Halle unter die Haut geht.

Die drei Abende davor
Wer früher anreist, findet in den Tagen zuvor drei sehr verschiedene Zugänge zum Musikland Schweden:

Am Mittwoch, 30. September, lädt das Liegekonzert in die Tourismusinformation Seebad Heringsdorf – hinlegen, sich fallen lassen, der Musik hingeben. Die schwedische Komponistin Annasara Lundgren (Gesang, Klavier) und die Cellistin Gerda Holmquist weben feine Klangtexturen für ein Publikum, das in Liegesesseln, auf Schlafmatten oder auch im Sitzen träumen darf. Das noch junge Format war im Vorjahr so erfolgreich, dass es zurückkehrt.

Am Donnerstag, 1. Oktober, singt Christina Nilsson in der Ev. Kirche Seebad Heringsdorf. Schwedens neue große Opernstimme debütierte 2025 bei den Bayreuther Festspielen als Elisabeth im „Tannhäuser“, sang an der New Yorker Metropolitan Opera die Titelrolle der „Aida“ und erhielt das schwedische Musikexportpris. Sie stammt aus Ystad – der Stadt, in die von Świnoujście die Fähre fährt. Am Klavier begleitet sie Magnus Svensson; auf dem Programm stehen romantische Lieder ihrer Heimat sowie Werke von Sibelius, Wolf und Richard Strauss.

Am Freitag, 2. Oktober, folgen in der Ev. Kirche Seebad Ahlbeck Die Pellbäcks – drei Geschwister, die 2022 in Anwesenheit von Königin Silvia die „Queen Silvia Concert Hall“ in Stockholm eröffneten. Lucas (Tenor), Hansine (Violine) und Herman Pellbäck (Klavier) spielen eine Liebeserklärung an die Musik ihres Landes: barocke Pracht des „schwedischen Händel“ Johan Helmich Roman, Freiluftromantik von Wilhelm Peterson-Berger – und Laura Netzel, die ihre ersten Werke noch unter dem Pseudonym „N. Lago“ veröffentlichte, bevor sie sich ein Jahrzehnt später unter eigenem Namen traute.

Und eine Woche später
Wer die Anreise plant, sollte den Kalender gleich weiterblättern: Eine Woche nach Peenemünde ist Martin Fröst noch einmal zu erleben – zum Abschlusskonzert des Festivals am 10. Oktober in der Wolgaster St.-Petri-Kirche, gemeinsam mit dem Pianisten Roland Pöntinen und ihrem Programm „French Beauties & Swedish Beasts“. Ein Konzerterlebnis, das man nicht nachhören kann.

Termine
Mi 30.09., 19:30 Uhr · Tourismusinformation Seebad Heringsdorf · Liegekonzert: Annasara Lundgren (Gesang, Klavier), Gerda Holmquist (Violoncello)
Do 01.10., 19:30 Uhr · Ev. Kirche Seebad Heringsdorf · Christina Nilsson (Sopran), Magnus Svensson (Klavier) · Lieder von Wolf, Sibelius, Peterson-Berger, Nystroem, Rangström, Strauss
Fr 02.10., 19:30 Uhr · Ev. Kirche Seebad Ahlbeck · Die Pellbäcks: Lucas (Tenor), Hansine (Violine), Herman Pellbäck (Klavier)
Sa 03.10., 20 Uhr · Kraftwerk des Museums Peenemünde · Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit: NDR Elbphilharmonie Orchester, Andris Poga (Leitung), Martin Fröst (Klarinette) · Alfvén „Midsommarvaka“ · Mozart, Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 · Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 · ab 28 €, Bus-Shuttle und Fähranreise buchbar
Sa 10.10., 19:30 Uhr · Ev. Kirche St. Petri Wolgast · Abschlusskonzert: Martin Fröst (Klarinette), Roland Pöntinen (Klavier) · „French Beauties & Swedish Beasts“

Karten: alle Kurverwaltungen, +49 (0) 38378 346-47, www.usedomer-musikfestival.de

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OULU (Finnland) 2026: DIE REGIONEN KAINUU UND ROKUA

 Das Besondere an Oulu 2026 ist, dass die Events nicht nur in Oulu stattfinden, sondern auch in nicht weniger als 39 Städten und Gemeinden im Umland (das sind 16 mehr als bei Bad Ischl/Salzkammergut, das bisher den Rekord hielt).

Die am einfachsten zu erreichenden befinden sich in den Regionen Kainuu und Rokua.

Hauptattraktion dieser Regionen ist klarerweise die Natur: diese typisch finnischen endlosen Birken-,Tannen-, Fichten- und Kiefernwälder, in dieser Jahreszeit auch noch wunderschön gelblich verfärbt.

Aber es gibt aber auch viele besondere, spezielle, mutige Kulturintiativen.

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Die Mustarinda, Foto: Robert Quitta

Das ist z.B. Mustarinda, eine in einer alten Volksschule untergebrachte Kommune im Stile von Künstler-WGs, wie sie bei uns ja auch in den 70er Jahren z.B. im Waldviertel üblich waren. Man lädt aber auch Wissenschafter ein und arbeitet daran, die Umgebung zum Nationalpark erklären zu lassen.

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Haus des Pessimisten. Foto: Robert Quitta

In Poulanka hingegen steht der Pessimistitalo (das Haus der Pessimisten). Poulanka ist nämlich das am schnellsten sterbende Dorf Finnlands, weshalb man hier eigentlich nur Pessimist sein kann. Die Pessimisten im Italo hingegen sind entgegen ihres selbstgewählten Namens mit großer Einsatzfreude – sozusagen optimistischerweise – darum bemüht, mit vielfältigen Kulturinitiativen (sogar ein hausgemachtes Musical pro Jahr) die Attraktivität des Ortes so zu steigern, dass vielleicht wieder Leute herziehen – bzw. vielleicht zumindest niemand mehr wegzieht…

Vielleicht kommt die Veränderung aber auch aus einer ganz anderen Ecke: denn während unseres Aufenthalts wurde bekannt, dass Google in unmittelbarer Nähe (70 km – keine Distanz für Finnland) zwei riesige Datacenter plant. Wenn es dann einmal so weit ist, wird es dann wahrscheinlich keine Häuser mit vier Schlafzimmern und einem Indoor-Pool um 25 000 € mehr geben…

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Cabina. Foto: Robert Quitta

Im umliegenden Nationalpark haben Teemu und Mischa und ihre Familie eine aufgelassene „Sample Bank“ in ein bezauberndes Retreat namens „Arctic Nest“ verwandelt. Man wohnt in Cabins (Hütten), die aber mit allem modernen Komfort ausgestattet sind, man bekommt regionales Essen (Rentiersalami, Lachs, Beeren etc.) und nächtens im Wald am Lagerfeuer bekommt man von Teemu & Mischa sogar finnische Lieder vorgesungen und finnische Sagas erzählt. Ein außergewöhnliches Erlebnis.

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Mannamasalon. Foto: Robert Quitta

Ganz in der Natur ist man dann wieder auf Manamansalon, der größten Insel im Oulujärvi-See, einem beliebten Naherholungsgebiet.

Besonders beeindruckend ein Besuch bei der Freiluftkirche am Seeufer. Dieser Ort war seit Tausenden Jahren schon den Ureinwohnern heilig, und man spürt das ohne weitere Erklärungen, eine so starke, meditative und heilsame Kraft geht von ihm aus. Tut wirklich gut.

Gut gehen lassen kann man es sich auch im benachbarten Restaurant Portti, in dem einen die rührend um das Wohl ihrer Gäste bemühte liebenswürdige Wirtin mit frischen Fischen aus dem See versorgt. An den Wänden ihre beachtliche Kunstsammlung (sie ist auch Kunsterzieherin). Auch ein Kraftort, diesmal der weltlichen Art…

Zum Ausklang einer Kainuu/Rokua-Rundreise bietet sich das im Geopark gelegene Rokua Health & Spa Resort an: Sauna, Spa, Indoor-Pool, Massagen…

Ganz entspannt kann man dann am nächsten Tag vom angenehm kleinen Flughafen Oulu den Rückflug nach Wien antreten…

 Robert Quitta, Kainuu & Rokua

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